• Grevyzebras in der Lewa Wildlife Conservancy
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29.09.17

Zoonews-Magazin Herbst 2017: Africa Goes Zürichberg

Wildnis, weitläufige Landschaften, Giraffen, Nashörner, Sonnenuntergänge. Ein Hauch dieser afrikanischen Atmosphäre wird bald auch bei uns erlebbar.

Unterhalb des Kaeng Krachan Elefantenparks, durch eine Geländestufe etwas abgesetzt, entsteht eine über vier Hektar grosse Savannenlandschaft. Schirmartige Bäume und kleinere Buschgruppen prägen das Landschaftsbild. Die tierischen Hauptakteure dieser Landschaft werden Breitmaulnashorn, Giraffe und Grevyzebra.

CHARISMATISCHE SAVANNENTIERE

ürich. Es wird möglich sein, bei begleiteten Anlässen die Giraffen «auf Augenhöhe» zu füttern und so von Nahem deren lange und sehr bewegliche Zunge zu beobachten. Auch die Nashörner kehren zurück. Es sind Breitmaulnashörner, die sozial sind und in kleinen Gruppen umherstreifen. Die Anlage bietet ihnen genügend Raum, dass sie sich im leichtfüssigen Galopp, der ihr Körpergewicht von bis zu zweieinhalb Tonnen nicht erahnen lässt, austoben können. Ein neues Streifenmuster bringen die bedrohten Grevyzebras in die Lewa Savanne. Grevyzebras sind die grössten Zebras. Ihre Streifen sind sehr fein. Ein weiteres typisches Merkmal sind ihre grossen Ohren.

BLICKFANG WASSERLOCH UND BAOBAB

Wasserloch in der Lewa Savanne
An den Wasserstellen finden sich die vielfältigen Savannenbewohner ein – in Afrika wie auch bei uns.

Ein zentraler Einblick bietet sich gleich oberhalb des Wasserlochs. Wasser ist in jeder Savanne eine limitierte Ressource. So wird das Wasserloch zum Treffpunkt der verschiedenen Bewohner der Savanne. Bei seinem Streifzug kommt der Besucher auch beim weitherum sichtbaren Kennzeichen der Lewa Savanne vorbei: einem mächtigen, künstlichen Afrikanischen Affenbrotbaum, auch Baobab genannt. Das markante Merkmal des Baobabs ist sein extrem dicker Stamm. Dieser Baum spielt in der afrikanischen Mythologie eine wichtige Rolle und wird zuweilen als Sitz von Göttern und Geistern angesehen.

Schlucht in die Innenanlage der Lewa Savanne
Entlang der Schlucht gelangen die Besucher zu den Innenanlagen.

Den Konturen einer Schlucht folgend, führt der Weg fast unmerklich in die landschaftlich gestaltete Innenanlage der Giraffen und Nashörner. Von zwei Ebenen aus können hier die sowohl von ihrer Masse als auch von ihrer Höhe her imposanten Tiere aus der Nähe beobachtet werden.

NATURSCHUTZ IN KENIA

Dieser Anlage steht das Lewa Wildlife Conservancy Pate,ein Schutzgebiet mit einer Fläche von 251 Quadratkilometernam nördlichen Fuss des über 5000 Meter hohenMount Kenya. Das Reservat Lewa Wildlife Conservancysteht im Fokus eines unserer Schwerpunktprojekteim Naturschutz. Seit 2013 gehört das Schutzgebietzum UNESCO-Weltnaturerbe. Nebst der Unterstützungder Schutzbemühungen insbesondere für die Nashörnergeht es hier um die Vernetzung isolierter Schutzgebietedurch Wildtierkorridore und die Minderung des Mensch-Tier-Konfliktes. Das Lewa Wildlife Conservancy verdanktseinen Erfolg der engen Zusammenarbeit mit der lokalenBevölkerung. Es gehört heutzutage zu den grössten Arbeitgebernder Region und unterhält auch mehrere Schulenund Kliniken sowie Wasserversorgungsprojekte

Zum Naturschutzprojekt

Zoonews Herbst 2017

Dieser Artikel erschien in den Zoonews Herbst 2017. Dies gesamte Ausgabe können Sie sich hier online durchblättern oder herunterladen.